Gehirn und Hände: node-3
Gehirn und Hände: node-3
Auf diesem Rechner denkt der Cluster. Ein Architekt plant, ein Werker baut, ein zweites Modell prüft – und nichts wird geschrieben, bevor ein Mensch es freigegeben hat. Seit Oktober stecken alle Agenten in derselben Hülle: Hermes. Diese Seite zeigt, wie das zusammenspielt und wie die Software-Werkstatt damit arbeitet.
Dies ist eine Beschreibung, kein Bauplan zum Nachmachen von außen: Adressen, Ports, Rechner-Nummern und interne Namen sind bewusst weggelassen. Wo etwas noch nicht fertig ist, steht das dabei. Den Überblick über alle Rechner gibt es auf Der Cluster von innen.
Vier Rollen, streng getrennt
Ein Gehirn
Der Architekt liest alles, was er lesen darf, plant und schlägt vor. Selbst ausführen darf er nichts.
Hände daneben
Der Werker baut in einem Wegwerf-Behälter und liefert nur einen Patch. Er steht neben dem Gehirn, nicht darüber.
Der Mensch gibt frei
Jeder schreibende Auftrag wartet auf einen Knopfdruck. Die Datenbank verbietet, dass jemand seinen eigenen Antrag freigibt.
Ein anderer richtet
Geprüft wird von einem anderen Modell als dem, das gearbeitet hat – und vor dem Veröffentlichen noch einmal von außen.
Repo first
Was zählt, steht im zentralen Repo auf GitHub. „Lebt nur auf dem Rechner“ gilt nicht; ein täglicher Abgleich findet Abweichungen.
Gemessen, nicht behauptet
Fertig ist, was nachgewiesen ist. Alles andere heißt „im Test“ oder „geplant“.
Sechs Arten, ein Problem anzugehen
„Engineering“ heißt hier: nichts auf Zuruf, sondern methodisch. Jede Änderung hat ein nachprüfbares Erfolgskriterium, eine Sicherung davor, einen Test danach und einen Eintrag im Repo. Darauf setzen fünf Spielarten auf – und die jüngste, das Reverse Engineering, bringt das Verstehen fremder Technik hinzu.
Context Engineering
Dem Modell genau das Richtige vorlegen, nicht alles. Eine schlanke Lage-Datei statt Riesen-Start, verdichtetes Wissen, nur die sieben Werkzeuge, die der Werker braucht. Weniger Kontext, klareres Ergebnis.
Graph Engineering
Dinge als Netz denken: Wer ruft wen auf, was hängt an was. Wissen liegt als durchsuchbarer Bedeutungs-Graph, Programme als Abhängigkeits- und Aufruf-Graph. So sieht man Zusammenhänge, bevor man etwas anfasst.
Loop Engineering
In Schleifen arbeiten statt in einem großen Wurf: bauen, prüfen, freigeben, messen, zurück. Nächtliche Läufe, Wächter, Prüf-dann-Freigabe, Wiederherstellungsproben – jede Runde lernt aus der letzten.
Agentic Engineering
Kein einzelnes Programm, sondern Agenten mit Werkzeugen und klaren Grenzen: Architekt, Werker, Prüfer. Jeder darf genau so viel, wie er für seine Aufgabe braucht – und keinen Schritt mehr.
Engineering als Dach
Das gemeinsame Handwerk: Erfolgskriterium statt Anweisung, chirurgische Änderungen, aufräumen heißt verschieben statt löschen, Repo zuerst. Die Regeln, an die sich alle halten.
Reverse Engineering
Der umgekehrte Weg: ein fertiges Gerät oder Programm von außen verstehen, wenn es keine Anleitung gibt. Was spricht es? Wie ist es aufgebaut? Erst wenn das klar ist, lohnt der Bau.
Erst verstehen, ob die Teile zusammenpassen – dann bauen
Die Analyse-Werkstatt ist ein quelloffenes Werkzeug (MIT-Lizenz), mit dem ein Agent fertige Software untersucht: Programme, Apps, auch das, was eine Webseite im Hintergrund tut. Heraus kommt kein Quellcode, sondern eine Beschreibung – welche Schnittstellen, welche Datenformate, welche Aufrufketten. Den eigentlichen Bau übernimmt danach der Werker, auf Basis dessen, was verstanden wurde.
Wozu der Cluster das braucht
- Haus und Energie: Klimagerät, Speicher, Wärmepumpe sprechen oft ein eigenes Protokoll. Die Werkstatt liest aus der Hersteller-App heraus, wie man sie lokal anspricht, damit sie im eigenen Haus zusammenlaufen statt in fremden Clouds.
- Baustein für den Monteur-Assistenten: Ständig heißt es, etwas sei „kompatibel“. In Wahrheit bekommt man oft einen Sack voller Schrauben und soll daraus etwas bauen. Bevor wild zusammengesteckt wird, klärt die Werkstatt, welche Schraube wohin gehört – und ob es überhaupt zusammenpasst.
- Eigene Apps prüfen: Was die Software-Werkstatt selbst baut, lässt sich wie von außen durchleuchten – vergessene Schlüssel, offene Türen – bevor es jemand in die Hand bekommt.
Die Regel dahinter
- Gerade bei größeren Vorhaben werden Zusammenhänge erst analysiert und auf „funktioniert das zusammen?“ geprüft, bevor gebaut wird. Das erspart den Umweg über etwas, das am Ende nicht passt.
- Untersucht wird nur in einem abgeschotteten Behälter, der im Betrieb kein Netz hat. Fremde Programme laufen nirgends sonst.
- Nur eigene Geräte und eigene Software – oder solche, bei denen das ausdrücklich in Ordnung ist.
- Die Werkstatt gehört ins Herz des Clusters und zieht dorthin, sobald dort Platz ist; bis dahin läuft sie auf dem Speicher-Rechner nebenan.
Wer was darf – und was nicht
Jeder Baustein hat genau eine Aufgabe. Die Grenzen sind technisch gezogen: durch eigene Datenbankrollen, abgeschottete Netze und eigene Schlüssel, nicht durch gute Vorsätze.
| Baustein | Aufgabe | Darf | Darf nicht | Stand |
|---|---|---|---|---|
| Architekt | Das Gehirn: liest, plant, schlägt Aufträge vor, beantwortet Fragen im Chat | lesen, suchen, sich erinnern, Aufträge vorschlagen (höchstens 5 offen), Ergebnisse einreichen | nichts selbst freigeben, keinen Code ausführen, nicht direkt ins Repo schreiben | gebaut |
| Werker | Die Hände: schreibt, testet, führt Code aus, startet Unteragenten | genau 7 Werkzeuge auf einer frischen Arbeitskopie, Ergebnis nur als Patch | kein Netz außer dem Modellweg, keine Geheimnisse, keine Firmen- oder Privatdaten, nichts veröffentlichen | gebaut |
| Prüfer | Nimmt jeden Lauf ab, Kriterium für Kriterium | urteilen: bestanden oder nicht, mit Begründung | nichts ändern – und nie dasselbe Modell wie der Ausführer | gebaut |
| Gateway | Die einzige Tür zu allen Sprachmodellen | Schlüssel je Agent, Positivliste der Modelle, Budget-Deckel, Tempo-Grenzen | kein Agent kennt einen Anbieterschlüssel | gebaut |
| Auftragsbuch | Aufträge, Freigaben, Belege, Urteile, Ergebnisse | Regeln stehen in der Datenbank selbst: keine Selbstfreigabe, Freigaben laufen ab und gelten nur einmal | nichts löschen – ein Buch wird nicht radiert | gebaut |
| Abholer und Weiche | Holen freigegebene Aufträge und leiten sie an die richtige Laufzeit | alle 30 Sekunden, höchstens 5 je Runde, Freigabe wird erneut geprüft | können selbst nichts freigeben | gebaut |
| Ablaufsteuerung | Startet jeden Auftrag genau einmal (Hatchet) | Warteschlange je Agent | nur intern erreichbar | gebaut |
| Veröffentlicher | Der einzige Schreibweg ins zentrale Repo auf GitHub | nur nach Prüfung, mit Geheimnis-Scan und Prüfsummen | kein Überschreiben der Geschichte, Prüfer ist nie der Ausführer | gebaut |
| Wachen | Selbstwache, Abgleich Live gegen Repo, Kontingent-, Abo- und Kontext-Wache, Herzschlag nach außen | lesen und melden | nicht selbst reparieren | gebaut |
| Wissen | Verdichter, Widerspruch-Klärer, Gedächtnis, Lage-Datei | Aussagen verdichten, Widersprüche vorsortieren | Zweifelsfälle entscheidet der Mensch | gebaut |
| Fabrik-Laufzeit | Hier sollen die Fabriken künftig arbeiten: DeepSeek Harness | heute nur die lesende Wochenprüfung | abgeschottet, erreicht nur das Gateway, eigener kleiner Budget-Deckel | gebaut, wartet auf Arbeit |
| Analyse-Werkstatt | Reverse Engineering: liest fertige Programme und Apps und erklärt, wie sie innen arbeiten – Schnittstellen, Datenformate, Aufrufketten | zerlegen und beschreiben, mit Beleg und benannten Grenzen | nur in einem abgeschotteten Behälter, im Betrieb ohne Netz, nur eigene oder ausdrücklich erlaubte Ziele | gebaut, läuft übergangsweise auf dem Speicher-Rechner, Heimat ist node-3 |
| Systemdoktor | Arzt für alle Rechner, ohne Sprachmodell: jeder Rechner meldet alle fünf Minuten seinen Zustand | melden; benannte Dienste neu starten und Updates mit Sicherung und Rücksprung einspielen – gebaut und erprobt, läuft im Testbetrieb | keine freie Kommandozeile; Heilen und Updaten erst nach Freigabe durch den Menschen | gebaut, wartet auf Freigabe |
Der Weg eines Auftrags
Grundregel: Lesen darf direkt, Schreiben nur über die Kette. So läuft ein schreibender Auftrag vom Wunsch bis ins Repo.
- 1
Wunsch
Der Mensch sagt im Chat, was er will. Der Architekt macht daraus einen Auftrag: Ziel, prüfbare Erfolgskriterien, gewünschtes Modell und die Liste der Dateien, die sich ändern dürfen.
Sicherung: Höchstens 5 offene Vorschläge. Nennt der Architekt Kennungen, die in keinem Werkzeugergebnis stehen, warnt der Chat.
- 2
Ins Buch
Der Auftrag steht im Auftragsbuch: „wartet auf Freigabe“.
Sicherung: Fingerabdruck des Vertrags, Version, Schutz vor doppeltem Start.
- 3
Freigabe durch den Menschen
In der Zentrale drückt der Mensch „Freigeben“.
Sicherung: Nur er darf. Die Freigabe gilt 120 Minuten, nur für genau diese Fassung und nur einmal. Wer beantragt, darf nicht freigeben – das erzwingt die Datenbank.
- 4
Abholen und weiterleiten
Der Abholer holt den Auftrag, die Weiche wählt die Laufzeit, die Ablaufsteuerung startet ihn.
Sicherung: Die Freigabe wird ein zweites Mal geprüft, unmittelbar vor dem Start.
- 5
Ausführen
Der Werker startet in einem frischen Behälter auf dem aktuellen Stand des Repos.
Sicherung: Kein Netz außer dem Modellweg, keine Geheimnisse, alle Sonderrechte entzogen, feste Grenzen für Speicher und Rechenzeit, Schutzhaken gegen Löschen. Ergebnis ist nur ein Patch.
- 6
Beleg
Ergebnis, Messwerte und Patch landen im Buch.
Sicherung: Der Werker darf dort nur anhängen, nie ändern.
- 7
Prüfen – durch ein anderes Modell
Zuerst ohne Modell: wurden genau die erlaubten Dateien geändert? Dann urteilt ein zweites Modell ohne Werkzeuge, Kriterium für Kriterium.
Sicherung: Wer ausführt, richtet nicht. Eine Gegenprobe mit absichtlich falschem Kriterium ergab korrekt „nicht bestanden“.
- 8
Einreichen
Bei „bestanden“ gehen die Dateien unverändert aus dem Ergebnis in die Einreichung – nicht als Abschrift durchs Modell.
Sicherung: Abgewiesen wird bei falscher Dateiliste, gekürztem Ergebnis oder wenn sich das Repo seit dem Lauf bewegt hat.
- 9
Veröffentlichen
Ein externer Prüfer kontrolliert noch einmal, dann schreibt der Veröffentlicher ins Repo.
Sicherung: Geheimnis-Scan, Prüfsummen, keine überschriebene Geschichte.
- 10
Wissen nachziehen
Binnen fünf Minuten kennt das System den neuen Stand.
Sicherung: Geheimnisse werden vor dem Einlesen maskiert. Das Repo gilt vor älterem Wissen.
Belegter Gesamtlauf: Vorschlag, Freigabe, Werker 34 Sekunden, Dateiliste in Ordnung, Prüfer „bestanden“, unveränderte Einreichung, veröffentlicht.
Teure Modelle prüfen, freie machen Vorarbeit
Kein Agent ist an ein Modell gebunden. Er kennt nur das Gateway und einen Routennamen – ein anderes Modell ist eine Zeile, kein Umbau.
Im eigenen Haus
Qwen auf einer RTX 3090, dazu Spracherkennung und Suche. Hier landet alles Vertrauliche – und es ist die Rückfallebene.
Festpreis-Kontingent
MiniMax M3 als Arbeitspferd für Architekt und Werker, mit festem Monatspreis statt Rechnung je Wort.
Freie Modelle
Nur für Unkritisches: öffentliche Quellen und Prüfungen der eigenen Technik. Firmen-, Privat- und Steuerdaten nie.
Unabhängige Prüfer
Ein Modell aus einer anderen Familie für das Urteil und Claude als externer Prüfer – für Gegenproben, nicht für Massenarbeit.
Drei Kostenbremsen
- Die Kontingent-Wache sperrt bei Engpass nur die betroffenen Modelle; das Modell im Haus läuft weiter.
- Jeder Schlüssel hat einen Budget-Deckel, der im Zweifel zumacht statt aufmacht.
- Grenzen für Anfragen je Minute und gleichzeitige Aufrufe.
Kontext klein halten
- Statt 12.000 Zeichen alter Startdatei bekommt der Architekt eine Lage-Datei von rund 2 KB: −31 % fester Kontext je Runde.
- Der Werker bekommt nur 7 Werkzeuge: −69 % Token bei gleichem Ergebnis.
- Übernommen wird eine Kürzung nur, wenn sie über 10 % spart, ohne dass die Qualität leidet.
Wer auf den Wächter aufpasst
Wachen – alle nur lesend
- Selbstwache alle 15 Minuten und 4 Minuten nach jedem Start: Dienste, Platten, Gateway, Lebenszeichen.
- Herzschlag nach außen: Eine Wache auf demselben Rechner sieht ihren eigenen Ausfall nicht. Deshalb geht alle 5 Minuten ein Herzschlag an eine Überwachung auf einem anderen Rechner; nach 10 Minuten Stille kommt ein Alarm aufs Handy.
- Live gegen Repo: täglicher Vergleich per Prüfsumme.
- Pausen haben einen Ort: Was pausiert ist, bleibt auch nach einem Neustart aus.
- Keine Schleife ruft sich selbst oder eine andere auf – Endlosschleifen sind ausgeschlossen.
Wissen, das sich selbst aufräumt
- Verdichter: macht nachts aus Sitzungsnotizen Aussagen – im eigenen Haus. Erster Gesamtlauf: 30.045 Aussagen.
- Widerspruch-Klärer: von 443 Widersprüchen blieb einer für den Menschen. Alte Aussagen werden als „vermutlich überholt“ markiert, nicht gelöscht.
- Gedächtnis: Das aktuelle Repo hat Vorrang vor älterem Wissen.
- Fachwissen als Dateien im Repo, die der Werker bei Bedarf lädt.
Hermes: eine Hülle für alle Agenten
Hermes ist eine quelloffene Laufzeit für KI-Agenten (MIT-Lizenz). Sie bringt mit, was ein Agent zum Arbeiten braucht: Gespräch, Werkzeuge, Gedächtnis, Fachwissen und Unteragenten. Bei uns ist sie die gemeinsame Hülle – das Denken kommt von wechselnden Modellen, die Regeln bleiben unsere.
Was Hermes darf – und was nicht
- Er denkt, plant und ruft Werkzeuge auf. Was er schreiben will, geht als Entwurf an den Menschen.
- Werkzeuge, die etwas ändern, laufen nur über unsere Brücke – mit denselben Prüfungen wie vorher.
- Private Daten verlassen den Haushalt nicht: Wer mit privaten Unterlagen arbeitet, denkt mit dem eigenen Modell im Haus.
- Zustandsmeldungen wie „angelegt“ oder „fertig“ kommen aus dem System, nie aus dem Modell.
Wie er sich selbst pflegt
- Jede Nacht prüft Hermes, ob es eine neue Fassung gibt, sichert sich vollständig, aktualisiert sich und macht eine Probe.
- Ist die Probe rot, fällt er auf den gesicherten Stand zurück und meldet das im Chat des Architekten.
- Eine Woche lang laufen dieselben Proben gegen den alten Kopf – entschieden wird nach Zahlen.
Der DeepSeek Harness
Der DeepSeek Harness („dsh“) ist kein Sprachmodell, sondern eine quelloffene Laufzeit für Agenten (MIT-Lizenz). Er arbeitet mit jedem Modell, das man ihm gibt – bei uns ausschließlich über das Gateway.
Was beim Bau auffiel
- Die vom Hersteller als „aktuell“ veröffentlichte Fassung ließ sich gar nicht installieren – eine Abhängigkeit fehlte. Genau deshalb wird die Version festgenagelt.
- Der Harness verweigert absichtlich, seine Oberfläche ins Netz zu stellen: Das wäre Fernsteuerung von außen. Wir umgehen das nicht.
- Der Modus „ein Auftrag, ein Ergebnis, Ende“ passt genau zum Bauplan – ohne Eigenbau.
- Der Weg zum Modell führt nur über eine verschlüsselte Tür zum Gateway, mit eigenem Schlüssel und kleinem Budget-Deckel. Fehlt der Weg, bricht der Lauf ab, statt anders weiterzumachen.
Gemessen im Betrieb
- Wochenprüfung: 6 Dateien in 3 Minuten, 13 Befunde, 0 Euro.
- Mit einem freien Modell 4- bis 5-mal schneller als vorher.
- Grenze: Bei großen Aufträgen läuft dem Modell die Antwortlänge davon – 15 Dateien brachen ab, 6 gingen durch. Also klein schneiden.
- Er bewertet eher zu streng. Genau dafür gibt es den unabhängigen Richter.
Die Software-Werkstatt: wie eine Reparatur geprüft wird
Früher arbeitete jede Fabrik für sich, ohne Belege, und ein Agent prüfte seine Arbeit selbst. Heute bekommt die Software-Werkstatt ihre Arbeit als Auftrag mit Erfolgskriterien – und jede Änderung muss durch eine Prüfstation, bevor sie überhaupt einen eigenen Zweig bekommt. Den Hauptstand fasst die Werkstatt nie an.
Was die Prüfstation verlangt
- Nicht schlechter als vorher: Ein Test-Laden läuft dreimal – alter Stand, alter Stand mit neuer PHP-Version, Änderung. Was vorher lief, muss weiter laufen.
- Eine Reparatur ist eine Reparatur: Umbenennen und Umformatieren nebenbei werden abgelehnt. Aufräumen ist ein eigener Auftrag.
- Code und Tests nie im selben Schritt. Einen Test zu ändern, gibt nur der Mensch frei.
- Die statische Analyse läuft über den ganzen Code gegen einen eingefrorenen Ausgangsstand: Alte Befunde stören nicht, jeder neue ist rot – auch in Dateien, die die Änderung gar nicht anfasst.
Gemessen am 21.10.2026
- 18 vorbereitete Änderungen, 14 davon mit eingebautem Fehler, liefen durch die echte Werkstatt.
- Die alte Werkstatt hätte 2 der 14 Fehler gefangen, die neue bis gestern 7, seit den neuen Toren alle 14.
- Keine der 4 guten Änderungen wurde abgelehnt.
- Geübt wird an einem öffentlichen, quelloffenen Musterladen – nicht an echten Kundendaten.
Die Fabriken heute
- Software-Werkstatt, Marketing, Handel, Vertrieb, Kundengewinnung, Finanzen, E-Book, Dokumentation, Social Media und eine Fabrik für den Cluster selbst.
- Jede hat seit Oktober einen eigenen Agenten mit Lagebuch, gesteuert vom Architekten.
- Die Fabriken sind im Aufbau; die Software-Werkstatt ist die erste, die echte Aufträge abarbeitet.
Woher die Regeln kommen
- Aus eigenen Fehlern: Jeder Fehler, der dreimal vorkommt, bekommt ein Werkzeug oder eine Regel.
- Aus guter Praxis anderer: Leitplanken sind wichtiger als das Modell – sie bleiben gleich, wenn das Modell wechselt.
Was noch nicht fertig ist – und was wir gelernt haben
Offen
- Viele Daueraufgaben laufen noch neben dem Auftragsbuch, nur lesend und mit Eintrag im Laufbuch.
- Dass die Kette einen Absturz mitten im Lauf übersteht, ist noch nicht nachgewiesen.
- Die Datenklassen sind nicht überall technisch erzwungen.
- Der Arbeitsspeicher des Rechners ist am Limit; eine Aufrüstung steht aus.
- Die Fabriken laufen erst mit mehr Arbeitsspeicher im Vollbetrieb; bis dahin arbeitet nur die Software-Werkstatt.
- Den Test-Laden bringt die Werkstatt gerade erst zum Laufen; solange er unter der neuen PHP-Version nicht startet, fängt nur die statische Analyse Laufzeitfehler.
Gelernt
- Einmal hat ein Prüfer „bestanden“ gesagt, obwohl eine Datei zu viel angelegt war. Seitdem prüft eine feste Regel ohne Modell zuerst die Dateiliste.
- In langen Gesprächen nannte der Architekt Kennungen, die es nicht gab. Seitdem warnt der Chat, wenn eine Kennung in keinem Werkzeugergebnis steht.
- Beim Verdichten eines Plans schrumpfte der Harness einmal zu einer Tabellenzeile. Seitdem gilt: Verdichten darf nicht entkernen.
- Ein Modell meldete einmal „angelegt“, obwohl nichts angelegt war. Seitdem kommen solche Meldungen nur noch aus dem System selbst.
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