Kosten & Nutzen
Was kostet so ein Cluster – und was bringt er?
Eine Rechnung zum Mitdenken: Was müsste man heute für die Technik hinter Project Reloaded neu ausgeben, was kostet der Betrieb im Monat, wie viel Büroarbeit könnte dieselbe Technik in einem Handwerksbetrieb übernehmen, wie viel Zeit bekommt eine Monteurs-Familie zurück, und wie lässt sich damit Geld verdienen?
Nur ein Planspiel
Alle Zahlen sind Schätzungen mit gerundeten Endkundenpreisen vom Oktober 2026, keine Angebote und keine Messung. Sie zeigen Größenordnungen. Wer es genau wissen will, misst nach (siehe unten). Gebraucht gekauft ist dieselbe Technik deutlich günstiger zu haben.
Die Vorarbeit, die in keiner Rechnung steht
Hardware und Abos lassen sich beziffern. Der größte Posten taucht in keiner Rechnung auf: über ein Jahr Denkarbeit auf GitHub. Fünf Generationen des Clusters, jede ein neuer Anlauf mit den Lehren aus dem vorigen. Erst dadurch konnte gebaut werden, was heute läuft.
Auch auf GitHub arbeitet KI mit
Für die Arbeit an den Repositories hilft zusätzlich GitHub Copilot, die KI von GitHub. Bei ausgewählten Änderungen schaut sie als weiterer, unabhängiger Gutachter drüber. Wer etwas baut, bewertet es nicht allein.
Die Hardware, neu gekauft: rund 15.000 €
Fünf Bausteine: ein Rechner mit KI-Grafikkarte für das eigene Sprachmodell, ein Speicherrechner, ein Reserverechner, ein kleiner Netzrechner und das Netz selbst.
Die Grafikkarte ist der Hebel
Für ein gutes eigenes Sprachmodell braucht es 24–32 GB Grafikspeicher. Eine Profikarte mit 32 GB kostet derzeit ab rund 2.150 €, die schnellste Spielerkarte mit 32 GB ab rund 4.850 €.
Speicherkrise 2026
Arbeitsspeicher kostet derzeit ein Vielfaches des Vorjahres, Festplatten sind deutlich teurer geworden. Allein 64 GB DDR5 liegen bei rund 900 €. Auch der echte Cluster fährt deshalb mit angezogener Handbremse: Die Workstations node-3 und node-4 sind für 256 GB gebaut und laufen erst ab 128 GB mit voller Leistung. In node-3 stecken heute 64 GB.
Klein anfangen geht
Ohne eigene KI-Grafikkarte und ohne Reserverechner läuft der Kern schon. Dann rechnen die Modelle beim Vertragsanbieter, und die Hardware kostet etwa die Hälfte.
Der Betrieb: rund 260 € im Monat
Die Abos sind Fixkosten: Bezahlt wird Verfügbarkeit, nicht der einzelne Token. Danach kommt der Strom, der am leichtesten unterschätzt wird.
Das ergibt rund 3.100 € im Jahr. Wer statt eines großen Abos ein kleineres nimmt oder mehr auf der eigenen Grafikkarte rechnen lässt, spart am meisten.
Wenn der Cluster in einem Handwerksbetrieb arbeitet
Angenommen ist ein SHK-Betrieb mit etwa 15 Beschäftigten und 2,5 Bürostellen. Gerechnet wird nur mit dem, was die Technik im vollen Betrieb leistet: die Fabriken, Friday für die Arbeit und Monday für Papier und Post. Was noch fehlt, ist bewusst nicht eingerechnet.
Unterm Strich: +20.000 bis +35.000 € im Jahr
Das Büro kostet im Beispiel rund 120.000 € im Jahr (2,5 Stellen zu je etwa 48.000 € Arbeitgeberkosten). Von der Ersparnis gehen Betrieb, Betreuung und neue, gewerbliche Hardware ab. Alle Werte in Tausend Euro pro Jahr.
So ist es gemeint
- Die Ersparnis zeigt sich zuerst als freie Zeit: keine Rückstände, schnellere Post, weniger Rückfragen. Kündigungen sind nicht der Weg.
- Die Einführung dauert etwa drei bis sechs Monate.
- Für eine Firma ist die Hardware gewerblich und ausfallsicher gerechnet (15.000–25.000 €) und auf fünf Jahre verteilt.
Die Unsicherheit
- Die Agentur zählt nur, wenn Webseite und Social Media bisher eingekauft wurden. Ohne sie bleiben rund +22.500 €.
- Die Ersparnis schwankt zwischen 30.000 und 54.000 €. Das ist mehr als alle Kosten zusammen.
- Mit Kalkulation und E-Rechnung läge der Anteil eher bei 45–55 %.
Wenn der Cluster einer Monteurs-Familie hilft
Jetzt andersherum: kein Betrieb, sondern ein Haushalt. Einer arbeitet als Monteur, abends wartet der Papierkram. Dazu kommen Post, Ämter, Krankenkasse, vielleicht die Pflege eines Angehörigen, das Haus und die Steuer. Gerechnet wird in Stunden pro Monat.
Was nicht in Stunden steht
- Keine Frist mehr verpassen: Widersprüche gegen Bescheide, Kündigungsfristen und Mahnungen haben feste Tage.
- Vergessene Abos und Verträge fallen auf, bevor sie sich verlängern.
- Die Steuer wird vollständiger, wenn Fahrten und Arbeitsmittel das ganze Jahr über gesammelt werden.
- Abends nicht mehr suchen müssen: Ruhe ist auch etwas wert.
Ehrlich gerechnet
- In Euro rechnet sich ein voller Cluster für eine Familie allein nicht. Er rechnet sich in Zeit und Ruhe.
- Für den Familienteil reicht ein kleiner Einstieg: ein Rechner für das Archiv und ein Modell mit Vertrag. Wer private Unterlagen ganz im Haus halten will, braucht die eigene Grafikkarte.
- Alles bleibt Entwurf: Briefe, Anträge und Termine prüft und verschickt der Mensch.
Damit Geld verdienen: vom Taschengeld bis zur Selbstständigkeit
Was die Fabriken herstellen, lässt sich auch verkaufen. Drei Stufen, je nachdem, wie viel Zeit man hineinsteckt: aus Spaß an der Freude, nebenberuflich oder als eigenes Geschäft. Die Messlatte sind die rund 260 € Betriebskosten im Monat. Erst was darüber liegt, ist verdient.
Taschengeld aus Spaß
2–5 h pro Woche- E-Books und Ratgeber aus der Buch-Fabrik
- eigene 3D-Druck-Teile im eigenen Shop
- einzelne Shop-Plugins zum Kauf
Nebenberuflich
8–10 h pro Woche- Shop-Doktor: alte Onlineshops sanieren und auf neue PHP-Versionen bringen, als Festpreis-Paket
- Webseiten und kleine Apps für Vereine und Kleinbetriebe
- Shop-Lizenzen mit Support, Beiträge und Kampagnen für kleine Betriebe
Selbstständig
Vollzeit- Digitales Büro für Handwerksbetriebe: Box im Betrieb, Einrichtung und Betreuung
- Einrichtung je Betrieb einmalig, dazu eine Monatspauschale
- Rechnung aus dem Planspiel Firma: Der Betrieb spart mehr, als er zahlt
Was die Fabriken dazu beitragen
| Fabrik | Was sich daraus verkaufen lässt | Stufe |
|---|---|---|
| Buch-Fabrik | Fachbücher und Ratgeber als E-Book und gedruckt auf Bestellung | A |
| Shop-Software | eigener Shop, Plugins und Editionen, Shop-Demo als Schaufenster – der Shop selbst ist ein Produkt von RefactorCo | A–B |
| RefactorCo, die Software-Werkstatt | Shops und Webseiten sanieren, neu gestalten, Apps bauen | B |
| Marketing und Social Media | Texte, Beiträge und Kampagnen für kleine Betriebe | B |
| Friday und Monday | Büro, Post und Baustelle für einen Handwerksbetrieb | C |
| Trading | bewusst nicht eingerechnet: Verlustrisiko, kein planbares Einkommen | – |
Vor dem ersten Euro klären
- Gewerbe anmelden, sobald regelmäßig verkauft wird. Beim Finanzamt die Kleinunternehmerregelung prüfen: Sie gilt bis 25.000 € Umsatz im Vorjahr und 100.000 € im laufenden Jahr.
- Wer angestellt ist, spricht vorher mit dem Arbeitgeber und tritt im eigenen Fach nicht gegen ihn an.
- Impressum, Datenschutz, Widerrufsrecht und eine Haftpflicht für Dienstleistungen gehören dazu.
- Mit KI erstellte Bücher und Bilder ehrlich kennzeichnen, Rechte an Vorlagen beachten.
Ehrlich gerechnet
- Stufe A trägt anfangs eher einen Teil der Betriebskosten als einen Gewinn.
- In Stufe B ist die eigene Stunde die Rechengröße: 1.500 € bei 40 Stunden im Monat sind rund 37 € pro Stunde, vor Steuern.
- Stufe C ist ein echtes Unternehmen. Es braucht Ausfallsicherheit, Erreichbarkeit, Verträge und eine eigene Absicherung.
- Die Fabriken nehmen Arbeit ab, verkaufen aber nichts von allein. Kundschaft gewinnen bleibt Handarbeit.
Keine Steuer- oder Rechtsberatung. Grenzen und Pflichten vor dem Start beim Finanzamt, bei der IHK bzw. Handwerkskammer oder einer Steuerberatung bestätigen lassen.
Leichter arbeiten, Zeit gewinnen, eine eigene Fabrik wachsen lassen
Der Umkehrschluss aus den drei Planspielen: Ein Monteur nutzt Friday auf der Arbeit und Monday zu Hause. Die Arbeit läuft leichter, der Feierabend wird freier. Einen Teil der gewonnenen Zeit steckt er in eine eigene Fabrik, die nebenbei ein Einkommen aufbaut – erst ein Produkt, dann viele.
Ein E-Book in einer Woche: vom ersten Wort bis marktfertig
Richtwert für die Buch-Fabrik im Regelbetrieb. Die Fabrik arbeitet nebenher, meist nachts. Der Mensch entscheidet, liest und gibt frei – zusammen rund drei Stunden.
| Tag | Was die Fabrik macht | Was der Mensch macht |
|---|---|---|
| 1 | Recherche, Blick auf ähnliche Bücher, Vorschlag für Zielgruppe und Gliederung | Thema wählen, Gliederung freigeben · 30 min |
| 2–3 | Rohfassung Kapitel für Kapitel, Fakten und Quellen prüfen | – |
| 4–5 | Lektorat: Stil, Wiederholungen, zweiter Faktencheck | lesen, anmerken, eigene Erfahrung einbringen · 90 min |
| 6 | Satz als E-Book und Druck-PDF, Cover, Klappentext, Stichwörter | Cover und Text abnehmen · 30 min |
| 7 | Shop-Eintrag und Händler-Upload vorbereiten, Beiträge für Social Media | Preis festlegen, veröffentlichen · 30 min |
Hochskalieren: aus einem Produkt werden viele
Die Fabrik ist der Faktor 1: ein Produkt pro Woche. Skaliert wird nicht mit mehr eigener Zeit, sondern mit mehr Produkten aus derselben Arbeit.
| Stufe | Zeit pro Woche | Neu pro Woche | nach 12 Monaten | Ertrag im Monat danach |
|---|---|---|---|---|
| 1 · Ein Produkt ein E-Book | ~3 h | 1 Titel | ~45 Titel | 225–675 € |
| 2 · Ein Manuskript, vier Formate E-Book, Druck auf Bestellung, Hörbuch, Englisch | ~4 h | 1 Titel in 4 Formaten | ~45 Titel, ~180 Produkte | 450–1.350 € |
| 3 · Mehrere Linien Buchserien, Shop-Plugins, 3D-Teile, Social-Media-Fabrik als Schaufenster | 8–10 h = Stufe B oben | 3–4 Produkte und Beiträge | 150+ Produkte | 1.000–2.500 € |
Stufe 1 über die Zeit. Annahme: im Schnitt 5–15 € Ertrag je Titel und Monat nach Händleranteil, rund 45 Arbeitswochen im Jahr. Vier Formate zählen beim Ertrag doppelt, nicht vierfach, weil sie sich Leser teilen.
Ein Fabrik-Produkt, das es schon gibt
Der eigene Webshop ist ein Produkt von RefactorCo, der Software-Werkstatt: Sie hat die alte Shop-Software auf aktuelles PHP gebracht und ein Plugin-System, Lizenz-Editionen und eine ERP-Anbindung gebaut. Die öffentliche Shop-Demo ist das Schaufenster dazu. Was hier für E-Books und Social Media gerechnet wird, ist beim Shop schon passiert: eine Fabrik, ein fertiges Produkt.
Die zweite Fabrik: Social Media – von einem Kanal auf hundert
Das E-Book-Beispiel ist auf 1 gerechnet: ein Produkt, ein Mensch, ein Kanal. Die Social-Media-Fabrik ist als komplette Kanal- und Kontoverwaltung gedacht – für TikTok, YouTube, Twitch, Instagram und weitere Plattformen, mit einer Abo-Verwaltung dahinter. Was bei einem Kanal anfängt, soll auf 100 Kanäle über ganze Genres wachsen.
| Baustein | Was er machen soll |
|---|---|
| Marktforschung und Analyse | Genres, Trends und Wettbewerb auswerten, Zahlen je Kanal und Beitrag, daraus Themen ableiten |
| Beiträge | Texte und Bilder erstellen, planen und zur richtigen Zeit veröffentlichen |
| Kurzvideos | Hochkant-Clips für die schnellen Plattformen, aus Büchern, Themen und Beiträgen |
| Videos bis 30 Minuten | längere Videos mit Bild, Ton und Schnitt |
| Audio und Hörspiele | Sprecherstimmen, Ton und Musik – vom Hörbuch zum E-Book bis zum Hörspiel |
| Kanal- und Abo-Verwaltung | Konten, Zeitpläne, Abonnenten und Mitgliedschaften an einer Stelle; für die Planung gibt es fertige Open-Source-Werkzeuge wie Postiz |
| SEO-Marketing | noch nicht gebaut: eigene Ausbaustufe, vielleicht eine eigene Fabrik |
Zielbild für den fertig ausgebauten Cluster, die Fabrik ist im Aufbau. Für Social Media sind keine Erträge eingerechnet. Jeder Kanal braucht ein eigenes, echtes Konto. Plattformen verlangen die Kennzeichnung von KI-Inhalten und gehen gegen automatisierte Massenkonten vor. Reichweite lässt sich nicht planen, nur erarbeiten.
Wo die Hebel liegen
- Der Katalog arbeitet weiter: Er wächst gleichmäßig, der Ertrag stapelt sich. Jeder Titel verkauft auch in der Woche, in der man Pause macht.
- Formate: ein Manuskript, vier Produkte.
- Serien: Wer Band 1 mag, kauft Band 2. Eine Reihe zu einem Fachgebiet wächst schneller als lauter Einzeltitel.
- Sichtbarkeit: Build in Public. Das Bauen selbst ist der Stoff, aus dem die Social-Media-Fabrik Beiträge macht.
Ehrlich gerechnet
- 5–15 € je Titel ist ein Durchschnitt: Viele Titel verkaufen kaum, wenige tragen den Rest. Ohne Nische und Qualität bleibt es bei Stufe 1.
- Die Händler sind voll mit KI-Büchern. Plattformen verlangen Angaben zum KI-Einsatz und bremsen Massenware. Ein Buch pro Woche, sauber gemacht, ist das Gegenteil von Masse.
- Die Fabrik ersetzt kein Fachwissen. Ein Monteur schreibt am besten über das, was er kennt: Heizung, Wärmepumpe, Werkzeug, Baustelle.
- Die gewonnenen Stunden gehören zuerst der Familie. Die Fabrik bekommt den Teil, der übrig bleibt. Gewerbe, Steuer und Arbeitgeber wie in Planspiel 6 vorher klären.
Vollgas: Wie lange bis 10.000 € im Monat?
Der Blick nach vorn, auf den Tag, an dem alles steht: node-4 ist da, node-5 auch, Sicherung und Firewall sind sauber getrennt, alle Fabriken sind umgezogen, jeder Rechner ist voll bestückt. Ab dann gibt es nur noch eine Marschrichtung: wachsen. Viele Dinge gleichzeitig, vom E-Book über Kanäle und Hörspiele bis zu Shop, Apps und dem Cluster selbst als Produkt, und das Ganze hochskaliert. Die Frage dahinter: Wie lange dauert es, bis im Monat 10.000 € übrig bleiben?
Warum es den Cluster gibt
Schon in den ersten Bauplänen stand eine feste Reihenfolge: Standbein 1 sind E-Books, Standbein 2 Social Media und Medien, Standbein 3 war Trading. Der Webshop lief als Nebenlinie – heute ist er das erste fertige Produkt der Software-Werkstatt. Dazu ein Satz aus dem ersten Einkommensplan, der bis heute gilt:
Der Cluster selbst verdient kein Geld. Er ist die Fabrikhalle. Geld bringen nur Produkte, die ihn verlassen. Trading ist inzwischen kein Ertragspfeiler mehr: Im eigenen Test schlug die Strategie das einfache Halten nicht.
Acht Linien, die Geld bringen können
| Linie | Womit verdient wird |
|---|---|
| E-Books | Die Buch-Fabrik ist im Prinzip eine Druckerei: Ratgeber, aber auch große Fachbücher und Nachschlagewerke mit bis zu 40 Kapiteln und je 20.000 Wörtern. Daraus werden E-Book, Druck auf Bestellung, Hörbuch und die englische Fassung – wie in Planspiel 7 |
| Aufbau-Kanäle | Videos, die zeigen, wie etwas entsteht: der Cluster, die Fabriken, der Shop, die Apps – gesprochen und gezeigt von einer KI-Figur, nicht mit eigenem Gesicht. Geld bringen Werbung, Partnerlinks zu Hardware und Werkzeugen, später Sponsoring und Mitgliedschaften, dazu Workshops, Vorlagen und Bauanleitungen |
| Geschichten und Hörspiele | Science-Fiction und andere Reihen als Hörspiel. Auf TikTok laufen Häppchen von 90 Sekunden und mehr: Sie bringen Schauzeit, und wer dranbleibt, kommt wieder. Im TikTok-Shop gibt es passend zur Geschichte etwas dazu – das Buch, das Hörbuch, ein Fanartikel. Auf YouTube läuft die ganze Folge am Stück, ohne Pausen |
| Influencer-Content | KI-Figuren mit eigenem Profil und Abo-Bereich auf Creator-Plattformen: Bilder, Videos, Nachrichten für zahlende Abonnenten |
| Shop-Software | Der Shop wird freigegeben: Kern frei, Geld über Support-Lizenz, Plugins, Einrichtung, Umzug von alten Shops und betreutes Hosting |
| Apps | Die Software-Werkstatt baut Handy-Apps: eigene kleine Apps mit Abo oder Kauf im App-Store, dazu Apps im Auftrag für Vereine und Kleinbetriebe |
| Cluster-Produkte | Was im Cluster für den eigenen Bedarf entsteht, wird selbst zum Produkt: Friday als App für Monteure im Abo, der ganze Cluster als Paket für einen Betrieb – Einrichtung einmalig, dazu eine Monatspauschale. Für Privatleute ein kleineres Heim-Paket zum Aufstellen zu Hause, dazu Bauanleitung, Vorlagen und Workshops für alle, die selbst bauen wollen |
| 3D-Druck | eigene Teile im eigenen Shop |
Was „Faktor“ heißt: so viel kommt neu dazu
Faktor 1 ist der Grundbetrieb: ein Mensch mit 9–14 Stunden pro Woche, also knapp 2–3 Stunden am Tag, alle Linien laufen klein. Faktor 10 heißt: Die Fabriken stellen zehnmal so viel her. Der Mensch liest dann nicht mehr alles selbst, sondern prüft Stichproben, gibt frei und betreut Kunden.
| Faktor | E-Books pro Woche | Kanäle | KI-Figuren | Shop-Software | Apps | Betrieb im Monat | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Faktor 1 | 1 Titel | 1 Aufbau-, 1 Geschichten-Kanal | 1 Figur | 1 Plugin, 1 Kunde im Monat | 1 App im Monat | 1 Betrieb im Jahr | 400 € |
| Faktor 10 | 10 Titel | 2 Aufbau-, 8 Geschichten-Kanäle | 10 Figuren | 4 Plugins, 3 Kunden im Monat | 5 Apps, 1 Auftrag im Quartal | 3 Betriebe im Jahr | 1.100 € |
| Faktor 20 | 20 Titel | 3 Aufbau-, 17 Geschichten-Kanäle | 20 Figuren | 6 Plugins, 5 Kunden im Monat | 10 Apps, 1 Auftrag im Monat | 4 Betriebe im Jahr | 2.000 € |
| Faktor 50 | 50 Titel* | 5 Aufbau-, 45 Geschichten-Kanäle | 50 Figuren | 8 Plugins, 6 Kunden im Monat | 20 Apps, 2 Aufträge im Monat | 5 Betriebe im Jahr | 4.500 € |
| Faktor 100 | 100 Titel* | 5 Aufbau-, 95 Geschichten-Kanäle | 100 Figuren | wie Faktor 50 – mehr Kunden betreut einer nicht | 30 Apps, 2 Aufträge im Monat | wie Faktor 50 | 8.000 € |
* Amazon nimmt höchstens drei neue Titel am Tag an, also gut 20 pro Woche. Alles darüber geht über weitere Händler und den eigenen Shop. 3D-Druck wächst von 1 auf bis zu 20 Teile pro Woche, ab Faktor 50 mit einem zweiten Drucker. Der Betrieb wächst mit: zugekaufte Rechen- und Grafikleistung für Videos, Sprecherstimmen, Store-Gebühren, Buchhaltung, Versicherung, ab Faktor 50 bezahlte Hilfe für Lektorat und Support.
Zeitaufwand: so viel Mensch steckt drin
Die Fabriken stellen her, der Mensch entscheidet. Gerechnet mit 5 Arbeitstagen pro Woche. Ab Faktor 50 kommt bezahlte Hilfe für Lektorat und Support dazu – ihre Kosten stecken schon im Betrieb.
| Faktor | Freigeben und Stichproben | Kunden und Support | Kanäle, Geschichten, Figuren | Planen und Steuern | Helfer | Zusammen pro Woche |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Faktor 1 | 3–4 h | 3–4 h | 2–4 h | 1–2 h | – | 9–14 h 2–3 h am Tag |
| Faktor 10 | 8–10 h | 6–8 h | 4–6 h | 3–4 h | – | 21–28 h 4–5,5 h am Tag |
| Faktor 20 | 12–15 h | 10–12 h | 6–8 h | 4–6 h | – | 32–41 h 6,5–8 h am Tag |
| Faktor 50 | 14–16 h | 12–14 h | 8–10 h | 6–8 h | 20–40 h | 40–48 h 8–9,5 h am Tag |
| Faktor 100 | 14–16 h | 14–16 h | 10–12 h | 6–8 h | 40–80 h | 44–52 h 9–10,5 h am Tag |
Freigeben: Themen wählen, Stichproben lesen, Cover, Folgen, Videos und Figuren abnehmen. Kunden: Anfragen, Einrichtung, Umzüge, App-Aufträge, Betriebe mit dem Cluster-Paket. Kanäle: Richtung vorgeben, Kommentare und Nachrichten im Blick behalten. Bei 10.000 € im Monat und Faktor 20 sind das rund 63 € je eigener Stunde, vor Steuer.
Je größer, desto weniger bringt das einzelne Produkt
Zehnmal so viel herstellen heißt nicht zehnmal so viel verdienen. Die Nischen werden dünner, eigene Titel und Kanäle nehmen sich gegenseitig Publikum weg, Plattformen bremsen Massenware, und Kunden von Shop, Auftrags-Apps und Cluster-Paketen brauchen Betreuung, die nicht mitwächst. Geschichten-Kanäle und KI-Figuren in verschiedenen Genres wachsen am längsten mit; Aufbau-Kanäle gibt es nur wenige, weil es nur einen Cluster gibt.
| Linie | Faktor 1 nach 12 Monaten vorsichtig – mittel – gut | Wirkung bei Faktor 1 / 10 / 20 / 50 / 100 |
|---|---|---|
| E-Books | 450 € – 900 € – 1.400 € | 1 / 5 / 7 / 8 / 8 |
| Aufbau-Kanäle | 100 € – 300 € – 700 € | 1 / 2 / 3 / 4 / 4 |
| Geschichten und Hörspiele | 50 € – 400 € – 1.200 € | 1 / 6 / 9 / 14 / 18 |
| Influencer-Content | 0 € – 300 € – 1.000 € | 1 / 6 / 9 / 14 / 18 |
| Shop-Software | 300 € – 800 € – 1.500 € | 1 / 4 / 6 / 8 / 9 |
| Apps | 100 € – 500 € – 1.200 € | 1 / 5 / 8 / 12 / 14 |
| Cluster-Produkte | 0 € – 1.000 € – 2.000 € | 1 / 3 / 4 / 5 / 5 |
| 3D-Druck | 50 € – 150 € – 300 € | 1 / 4 / 6 / 8 / 8 |
| zusammen | 1.000 € – 4.400 € – 9.200 € | wirkt wie 1 / 4,3 / 6,3 / 8,5 / 9,5 |
| Faktor | Betrieb im Monat | Überschuss nach 12 Monaten | nach 24 Monaten | 10.000 € erreicht – vorsichtig | mittel | gut |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Faktor 1 wirkt wie 1 | 400 € | 4.000 € | 7.700 € | nie | 33 Monate (~3 J.) | 14 Monate |
| Faktor 10 wirkt wie 4,3 | 1.100 € | 16.100 € | 32.500 € | 34 Monate (~3 J.) | 9 Monate | 5 Monate |
| Faktor 20 wirkt wie 6,3 | 2.000 € | 19.700 € | 44.500 € | 25 Monate (~2 J.) | 8 Monate | 6 Monate |
| Faktor 50 wirkt wie 8,5 | 4.500 € | 14.900 € | 50.500 € | 27 Monate (~2 J.) | 11 Monate | 7 Monate |
| Faktor 100 wirkt wie 9,5 | 8.000 € | 6.600 € | 44.200 € | 34 Monate (~3 J.) | 14 Monate | 9 Monate |
Überschuss = Ertrag nach Händler- und Plattformanteil minus Betrieb, mittlere Annahme.
Woher das Geld bei Faktor 20 nach zwei Jahren kommt
Ertrag im Monat je Linie, mittlere Annahme, vor Abzug des Betriebs.
Was der Cluster als Produkt kosten könnte
Richtwerte im Planspiel, keine Preisliste. Der Preis liegt zwischen dem, was Einrichtung und Betreuung kosten, und dem, was der Cluster spart. Der Kunde soll sichtbar mehr behalten, als er zahlt.
| Paket | Einmalig | Laufend | Was dahintersteht |
|---|---|---|---|
| Betrieb, Kauf | 25.000–35.000 € Hardware und Einrichtung | 900–1.400 € im Monat Betreuung und Updates | Für den Betrieb aus Planspiel 3 mit 2.500–4.500 € Ersparnis im Monat. Nach etwa ein bis zwei Jahren wieder drin. |
| Betrieb, Miete | 0–5.000 € | 1.300–2.000 € im Monat 36 Monate | Die Box bleibt Eigentum des Anbieters. Leichter zu entscheiden, laufender Ertrag statt Einmalzahlung. |
| Zu Hause, klein | 1.500–3.000 € Hardware dazu 800–1.500 € Einrichtung | 29–49 € Fernwartung plus eigenes KI-Abo | Mini-PC und Speicher, Assistenz für Post und Fristen, eine Fabrik, Modelle über ein Abo. Für Arbeitserleichterung und ein kleines Nebeneinkommen. |
| Zu Hause, groß | ~7.500 € Hardware dazu 1.500–3.000 € Einrichtung | 49–99 € Fernwartung | Halbe Ausbaustufe dieses Clusters mit eigener KI-Grafikkarte. |
| Selbst bauen | Buch 19–39 € Vorlagen 99–199 €, Workshop 199–499 € | – | Bauanleitung, Vorlagen und Workshop für alle, die selbst bauen. Verkauft sich über die Aufbau-Kanäle, ohne Betreuung je Haushalt. |
Zu Hause bezahlt sich der Cluster vor allem in Zeit: rund 22 Stunden im Monat aus Planspiel 5. Das Nebeneinkommen liegt anfangs bei 50–300 € im Monat (Planspiel 6), der Betrieb kostet 100–260 €. Er trägt sich frühestens nach ein bis zwei Jahren und nur, wenn die Fabrik wirklich genutzt wird. Die Hardware kauft der Kunde am besten selbst, eingerichtet wird sie für ihn. Privatkunden brauchen viel Betreuung, deshalb gehört die Fernwartung dazu.
Wo die Hebel liegen
- Faktor 10 bis 20 ist das Ziel, nicht 100. Darüber steigen Kosten und Aufwand schneller als der Ertrag.
- Die Linien füttern sich gegenseitig: Aus einer Geschichte werden Buch, Hörbuch, Hörspiel-Folgen und Häppchen. Die Aufbau-Kanäle zeigen, wie Shop, Apps und Cluster entstehen, und verkaufen sie mit. Workshops und Vorlagen kommen aus derselben Arbeit.
- Wiederkehrend schlägt einmalig: Lizenzen, Hosting, App-Abos und Mitgliedschaften tragen auch im Monat, in dem nichts Neues kommt.
- Qualität vor Menge: Wer den Ertrag je Produkt hält, verschiebt alle Zeilen nach links.
Ehrlich gerechnet
- Alles hängt an Faktor 1. Diese Zahlen sind geschätzt, nicht gemessen. Bevor das erste Produkt verkauft ist, ist jede Hochrechnung eine Wette. Halbiert sich der Ertrag je Produkt, dauert es grob doppelt so lang.
- Werbegeld je Aufruf ist klein: Kurzvideos bringen in Deutschland um 0,16 $ je 1.000 Aufrufe. Das Geld kommt eher aus Partnerlinks, Shop-Verkäufen, Workshops und eigenen Produkten. TikTok zahlt nur für Videos über einer Minute – die 90-Sekunden-Häppchen passen dazu. YouTube zahlt seit Juli 2025 nichts für massenhaft produzierte, sich wiederholende Inhalte, Amazon begrenzt neue Titel.
- Influencer-Content: Nicht jede Plattform erlaubt reine KI-Figuren, manche verlangen eine echte, geprüfte Person. KI-Inhalte müssen als solche gekennzeichnet sein und dürfen keiner echten Person ähneln. Die meisten neuen Konten verdienen wenig, wenige viel.
- Der Shop muss erst fertig und freigegeben sein, Apps brauchen Store-Konten, für das iPhone einen Mac oder einen Build-Dienst. Kunden wollen Support – das ist Arbeit, kein Selbstläufer. Friday und der Cluster als Produkt brauchen vorher mehrere Benutzer, Ausfallsicherheit, Verträge zur Auftragsverarbeitung und die Klärung mit dem Arbeitgeber.
- 10.000 € sind vor Steuer. Einkommensteuer, Krankenkasse und Rente nehmen grob ein Drittel bis die Hälfte. Ab Faktor 10 wird aus dem Nebenbei ein Unternehmen in Vollzeit. Den Job erst aufgeben, wenn der Überschuss über viele Monate trägt und Rücklagen da sind.
Rechenweg: Faktor 1 je Linie wie in der Tabelle oben (E-Books aus Planspiel 7, Stufe 2; Shop mit Richtpreisen für Lizenz, Plugins und Umzug, wie sie bei vergleichbaren Shopsystemen üblich sind). Was in einem Monat entsteht, bringt im ersten Monat 30 %, im zweiten 70 %, danach den vollen Ertrag und verliert dann 2 % pro Monat. Hochfahren auf den vollen Faktor in 3, 6, 12 und 18 Monaten. Nicht eingerechnet: Trading und das Digitale Büro für Handwerksbetriebe. Keine Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung.
Was dazugehört, und wie aus Schätzungen Zahlen werden
Pflicht im echten Betrieb
- Mehrere Benutzer mit Rollen
- Ausfallsicherheit: eine Box im Betrieb oder ein Rechenzentrum statt eines Heim-Clusters
- Verträge zur Auftragsverarbeitung, DSGVO und KI-Verordnung
- Alles, was etwas verändert, erst nach Freigabe durch einen Menschen
Nachmessen statt glauben
- Strom: eine Woche mit Messsteckdosen
- Modelle: Auswertung des eigenen Modell-Gateways je Agent
- Büro: zwei Wochen Zeiterfassung (wer macht wie lange was), einmal vor und einmal nach der Einführung
Planspiel, Stand Oktober 2026. Preise sind gerundete Richtwerte aus dem Handel und können schnell schwanken, besonders bei Grafikkarten und Arbeitsspeicher.
Vorher/Nachher: der Umbau der Agenten
Im Oktober 2026 wurden alle Agenten des Clusters auf eine neue Agenten-Hülle umgestellt: Hermes Agent, ein Open-Source-Projekt. Vorher dachte jeder Agent mit einem selbst geschriebenen Steuerprogramm. Hat sich das gelohnt? Wir haben nachgemessen, statt es zu behaupten.
| Messung | vorher (eigenes Programm) | nachher (neue Hülle) |
|---|---|---|
| Richtige Antworten (27 Prüffragen) | 27 von 27 | 27 von 27 |
| Dauer je Frage (Median) | 10,3 s | 9,0 s (−13 %) |
| Rechenaufwand je Frage, gleiches Sprachmodell | ~22.000 Token | ~21.000 Token (−5 %) |
| Grundlast je Frage (kleinster Wert) | ~11.500 Token | ~16.000 Token (+40 %) |
| Langsamster Lauf | 87 s | 173 s |
Was wirklich besser wurde
- Die Agenten arbeiten wirklich. Bis Anfang Oktober stand das alte Agentensystem still, ohne dass es jemand merkte. Heute laufen 15 Agenten mit Werkzeugen, Gedächtnis über Sitzungen hinweg, Fachwissen-Paketen und Unteragenten.
- Mehr Schutz: Gefährliche Befehle und Fremdinhalte werden abgefangen, Freigabe-Fragen landen beim Menschen, eine Grenze für Werkzeugaufrufe je Lauf bremst Endlosschleifen.
- Schlanker gemacht: Die Grundlast der neuen Hülle sank durch Feinarbeit um 28 %, und rund die Hälfte davon kommt inzwischen aus dem Zwischenspeicher des Sprachmodells, wird also nicht neu berechnet.
- Gleich gut bei einfachen Fragen: Richtigkeit gleich, im Mittel etwas schneller, beim gleichen Modell etwa gleich teuer.
Ehrlich gerechnet
- Eine einzige Messung mit 27 einfachen, nachprüfbaren Fragen, jede nur einmal gestellt. Die Dauer schwankt, darum zählt der Median mehr als ein Einzelwert.
- Die neue Hülle hat eine höhere Grundlast und den größeren Ausreißer bei Fragen mit vielen Werkzeugschritten.
- Sauber vergleichbar sind nur die beiden Assistenten, die vorher und nachher dasselbe Sprachmodell nutzten. Der Haupt-Agent denkt in der neuen Hülle mit einem anderen Modell, dessen Verbrauch ist nicht mitgezählt.
- Was die Hülle zusätzlich kann – Sitzungen, Fachwissen, Unteragenten – misst dieser Fragensatz nicht.
Messweise: Für jede Frage gab es die richtige Antwort vorab aus demselben Werkzeug, direkt und ohne Sprachmodell abgefragt. Bewertet wurde automatisch per Regel und danach von Hand nachgeprüft. Stand der Messung: 21. Oktober 2026. Das System wird laufend weiter optimiert, die Zahlen werden fortgeschrieben.
Wie die Technik dahinter aussieht
Rechner, Maschinen und Netz im Detail, und wer bei Friday was tun darf.
Der Cluster von innen Das Netzwerk