Alles unter einem Hut
Wärmepumpe, Batteriespeicher, Energiemanager und Raumregelung kommen von verschiedenen Herstellern, jedes mit eigener App und eigener Logik. Ziel des Projekts: Home Assistant als gemeinsame Steuerzentrale, die alle Geräte kennt und sie sinnvoll zusammenspielen lässt.
Wer welche Aufgabe übernimmt
Home Assistant
Die Steuerzentrale. Sie wird mit allen Geräten über deren Programmierschnittstellen (APIs) verbunden, sammelt ihre Werte, zeigt sie auf einer Oberfläche und führt Automationen aus. Sie läuft im eigenen Haus und nicht in einer fremden Cloud.
Homematic IP
Raumthermostate und Stellantriebe regeln jeden Raum einzeln, nach Zeitplan, Fensterkontakt und Anwesenheit.
Buderus Wärmepumpe
Sie erzeugt Heizwärme und Warmwasser und ist der größte Stromverbraucher im Haus. Deshalb lohnt es sich am meisten, sie klug zu steuern.
SpotMyEnergy
Der Energiemanager. Er verbindet Wärmepumpe, Speicher und Netz, setzt die Steuerung nach § 14a EnWG um und kann sich nach günstigen Strompreisen richten.
SENEC.Home P4
Der Batteriespeicher. Er hebt Solarstrom vom Tag für den Abend auf und puffert die Wärmepumpe.
Friday als Fachkraft
Friday kennt die Handbücher, Fehlercodes und Inbetriebnahme-Schritte dieser Geräte. Sie hilft beim Einrichten und bei der Fehlersuche, mit Quelle.
Was das gemeinsame Steuern bringen soll
Eigenen Strom nutzen
Scheint die Sonne, heizt die Wärmepumpe vor und macht Warmwasser, statt den Strom billig einzuspeisen.
Günstig heizen
Bei dynamischen Tarifen läuft die Wärmepumpe bevorzugt dann, wenn der Strom wenig kostet.
Nur heizen, wo jemand ist
Die Räume melden ihren Bedarf, und die Wärmepumpe liefert genau so viel Wärme, wie gebraucht wird.
Alles auf einen Blick
Verbrauch, Erzeugung, Speicherstand und Raumtemperaturen stehen auf einer Oberfläche statt in fünf Apps.
Grundsätze
- Verbunden wird per API: Home Assistant spricht mit jedem Gerät über dessen Schnittstelle. Wo es eine lokale gibt, hat sie Vorrang vor der Cloud.
- Die Sicherheitsfunktionen der Geräte und die Vorgaben des Netzbetreibers haben immer Vorrang.
- Automationen schlagen vor und protokollieren. Eingriffe in die Heizung lassen sich jederzeit zurücknehmen.
Erst der Speicher macht die Steuerung klug
Eine Wärmepumpe nach Strompreis zu steuern klingt einfach. Sinnvoll wird es aber erst, wenn die Wärme irgendwo hinkann. Dafür sieht das Konzept einen Pufferspeicher mit Frischwasserstation und einem Heizstab vor.
Pufferspeicher mit Frischwasserstation
Der Speicher hält heißes Heizungswasser vor. Die Frischwasserstation erwärmt das Trinkwasser erst beim Zapfen im Durchlauf. Das ist hygienisch, weil kein Trinkwasser lange steht, und der Speicher wird zum Energiepuffer für das ganze Haus.
Heizstab, unabhängig gesteuert
Ein Heizstab im Speicher heizt unabhängig von der Wärmepumpe. SpotMyEnergy schaltet ihn gezielt ein: bei Solarüberschuss oder wenn der variable Stromtarif besonders günstig ist.
Warum diese Reihenfolge?
Ohne Speicher müsste die Wärmepumpe genau dann laufen, wenn Wärme gebraucht wird, egal was der Strom gerade kostet. Mit Puffer und Heizstab lässt sich günstige Energie dann einlagern, wenn sie verfügbar ist, und dann nutzen, wenn sie gebraucht wird.
Im Aufbau
Die Geräte werden Schritt für Schritt an Home Assistant angebunden. Erfahrungen, Stolpersteine und Lösungen erscheinen hier und im Blog, sobald sie im Alltag erprobt sind.
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